Die CINEC-Tage in München

Vom 22.-24. September fand in München die CINEC statt. Und bereits zum 4. Mal zeigte dabei der BVFK auf dieser internationalen Fachmesse Präsenz. Gab es in den vergangenen Jahren immer einen Stand der Filmschaffenden, hatten sich in diesem BVFK, BVK und CAMERIMAGE erstmals gemeinsam auf der Messe präsentiert.

 

 

Für Gespräche bot der BVFK-Messebrunch, den wir am Sonntag veranstalteten, den nötigen Raum.

Natürlich erhielten wir auch Besuch von unseren Mitgliedern, mit denen wir uns anregend über die laufenden und kommenden BVFK-Projekte unterhalten haben.

 

Samstag

Bei einem Gespräch mit Martin Voggenauer (Technischer Aufsichtsbeamter der BG ETEM) wurde das Projekt des Teamkoordinators nach BVFK-Standard erörtert.

Die BG ETEM plant, ein Richtlinienpapier für EB-Kameraeinsätze zu erarbeiten und ist insofern an der Entwicklung unserer Teamkoordinatorenlehrgänge außerordentlich interessiert. Wir sind konkret eingeladen worden, an diesen Richtlinien mitzuarbeiten.

 

Beim Fachvortrag „Frauen hinter der Kamera – ein Minority Report“ referierten BVFK-Mitglied Caroline Rosenau, BVK-Vorstandsmitglied, Julia Schlingmann und die renommierte Kamerafrau Prof. h.c. Ursula Barthold über den Frauenanteil in der Kamerabranche, der bei beiden Verbänden deutlich unter 10% liegt. Das spiegelt nicht unbedingt den Anteil an den Hochschulen und Medienakademien wider, aber auch dort ist er sehr gering. Der BVFK möchte die Bemühungen dieser Gruppe unterstützen und dafür werben, dass Frauen hinter der Kamera einen echten Gewinn darstellen.

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Dedo Weigert gab sich die Ehre und schaute persönlich an unserem Messestand vorbei. Der BVFK ist besonders froh darüber, ein BVFK-Tages-Seminar zum Thema Lichtgestaltung in München mit ihm für 2019 vereinbart zu haben. Jeder, der mal ein Seminar mit Dedo Weigert erlebt hat, weiß welche hohe Qualität ihn dort erwartet. Da er selbst Kameramann ist, sind seine Ausführungen von höchster Authentizität geprägt.

Weitere Symposien und/oder Workshops mit der Firma Dedoweigert zur szenischen Lichtgestaltung sind fest für die Regionen vereinbart. Bei diesen wird auch ein erfahrener DoP dabei sein.

 

Mit dem bekannten Kamera-Coach Manuel Wenger aus München wurden Hersteller übergreifende Kameraworkshops für Vollformat-Kameras in 2019 vereinbart.

 

Sonntag

Beim diesjährigen BVFK-Messebrunch  wurden viele Gespräche mit technischen Kooperationspartnern geführt, aber auch unsere fachpolitischen Themen wie Urheberrecht, Sozialstatus, Tariffähigkeit konnten an unserem Stand mit kompetenten Gesprächspartnern erörtet werden.

Mit VTFF Geschäftsführerin Christine Grieb, „FILM &TV-Kamera“ Chefredakteur Timo Landsiedel und Roland Kühne-Wanka, Betriebsgruppenvorsitzender freie Produktionswirtschaft der Mediengewerkschaft VRFF, wurden auch die nicht-technischen Themen des BVFK erörtert.

 

Der BVFK wird mit Rosco und Lightpower verstärkt Symposien und Workshops veranstalten.

Das bekannte Format „Filter und Folien“ werden wir gemeinsam mit dem ebenfalls bekannten Thema über Farbespectrum und LED-Licht anbieten. Ebenso werden wir mit Lightpower unseren Lichtlehrgang von 2017 wiederholen. Der Temin ist aber noch ungewiss.

Der Fördervertrag mit Rosco ist in „trockenen Tüchern“. Rosco wird ab dem 1.10. Fördermitglied und steht für 2019 als Sponsor für Veranstaltungen zur Verfügung.

 

Prof. Dietrich Sauter von der FKTG (Fernseh- und Kinotechnische Gesellschaft) kam nachmittags auf den BVFK zu, ob wir interssiert seien, bei einer vergeichenden Qualitätsexpertise von LED-Leuchten im Rahmen einer Veranstaltung der FKTG mitzuwirken. Mit dabei seien die großen LED Hersteller und Verteiber, die auf dem deutschen Markt eine Relevanz haben. Der BVFK hat dies zugesagt und wird auch bei seinen lichttechnischen Partnern für diese Veranstaltung werben.

Ein ähnliches Projekt wird es im Vergleich mit Kameras geben. Dies wurde von unserem neuen Fördermitglied CANON vorgeschlagen. Hierbei werden wir unsere Partner SONY und ARRI mit ins Boot holen.

Desweiteren wollen wir mit Arne Stadler (CANON) flächendeckende Symposien für die 7er Serie der CANON-Kameras vereinbaren. Der Besuch von Arne Stadler entpuppte sich auch gleich als ein reges Fachgespräch, da auch einige Mitglieder zu diesem Zeitpunkt vor Ort waren.

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Ein besonderes Highlight im nächsten Jahr versprechen die BVFK-Symposien der DMG Lumière MIX LED-Leuchte von Rosco zu werden, die den abendlichen CINEC-Award in der Kategorie Lighting Engineering gewann.

Der BVFK hat mitgefiebert!

 

Montag

Der letzte Tag war etwas ruhiger. Es kamen vor allem mehr Mitglieder am Stand vorbei, was uns besonders gefreut hat.

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Vormittags besuchte uns Sebastian Leske von SONY. Mit mit ihm besprachen wir obene genannten Projekte. SONY wird uns dabei unterstützen.
Erwogen werden auch BVFK Symposien für das Modell „Venice“.
Auf der IBC wurden bereits konktrete Sony-Projekte mit Ulrich Mors besprochen, die wir noch einmal gegenseitig bestätigt haben.

Ansonsten gab es etwas Zeit, auch mal selbst über die Messe zu gehen und neue Partner zu gewinnen. Kersten Hüttner, unser Vorstand SÜD, hat auch gleich die Firma SACHTLER zum nächsten BVFK-Regionaltreffen geladen.

Am Stand hatte wir die Möglichkeit, mit unseren Partnern vom BVK die  gemeinsamen Themen Urheberrecht und auch die Beschäftigungsfrage der Assistentinnen und Assistenten zu besprechen.


Fazit:

Es handelte sich um eine außerordentlich erfolgreiche Messe, wir haben uns viel vorgenommen in 2019. (s. auch Bericht von der IBC).

Der BVFK möchte sich ganz herzlich beim BVK und Michael Neubauer bedanken, ohne den dieser Messeauftritt so nicht möglich gewesen wäre.

Unser Dank betrifft ebenso unseren Sponsor des Messebrunchs SUMO-Lighting, von denen auch eine langfristige Kooperation angefragt wurde.

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Fotos (c) Bernhard Beutler, Peter W. Krüger, Frank Trautmann

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Kreativität & Karriere – „Je Früher je Besser“

Auftakt der 4 Tage, die der BVFK in München verbracht hatte, bildete am Freitag, den 21.09.18 der Info-Abend „Kreativität und Karriere“.

Bei „Kreativität und Karriere“ handelt es sich um ein Projekt zur Nachwuchsförderung, das der BVFK gemeinsam mit dem BFS (Bundesverband Filmschnitt), dem VSK (Verband der Szenen- und Kostümbildner) und der Pensionskasse Rundfunk entwickelt hat. Der Abend in München wird der Beginn einer Veranstaltungsreihe sein, in der wir Azubis und Berufseinsteiger erreichen wollen.

Infos unter Kreativitaet-Karriere.de

Wir möchten insbesondere auf vorsorgliche Kalkulation und auf die Gefahr des Dumpings und der prekären Beschäftigung aufmerksam machen.

Unter der Überschrift „JE FRÜHER DESTO BESSER“ haben wir am Freitag eingeladen und es sind 30 – 40 Leute gekommen – ein starker Auftakt!

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In kurzen Referaten haben wir die Themen

Tarifvertrag (Thomas Neudorfer, VSK)

Urheberrecht (Silke Spahr, BFS)

Altersvorsorge (Iris Gebing, Pensionskasse Rundfunk)

Steuerkarte oder Rechnung (Frank Trautmann, BVFK)

vorgestellt (Referenten auf dem Foto von links nach rechts).

Als Gastreferent konnten wir Rechtsanwalt Steffen Schmidt-Hug gewinnen, der über die Künstlersozialkasse (KSK) sprach.

Etwa 2/3 kamen aus der Zielgruppe, die anderen haben aus ihren eigenen Erfahrungen berichtet und an den Diskussionen teilgenommen.

Nach einer lebendigen Diskussion im offiziellen Teil wurden beim „Get Together“ noch bis in den späten Abend weitere Fragen erörtert.

(Fotos (c) Bernhard Beutler)

Der BVFK gemeinsam mit anderen Verbänden zu Gast bei der CDU/CSU Fraktion

Am 10. September 2018 standen gleich zwei wichtige politische Termine an:

Von der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag war der BVFK neben anderen Verbänden zu einem Fachgespräch über die geplante Altersvorsorgepflicht für Selbstständige eingeladen. Zunächst erläuterte Wolfgang Buhl von der Deutschen Rentenversicherung die jetzige Rechtslage. Im anschließenden Gespräch machte Bernhard Beutler, BVFK zert. und 2. Vorsitzender, für den BVFK deutlich:

 

  1. Die von der Koalition geforderte zu erzielende Rentenhöhe mindestens auf Grundsicherungsniveau kann zu einer überproportionalen Belastung der Selbstständigen führen. Auch die Rentenversicherung von Angestellten garantiert keine Höhe auf Grundsicherungsniveau, wenn diese zu wenig verdienen.

Vielmehr ist die beste Maßnahme gegen Altersarmut morgen ein auskömmliches Honorar heute. Im Verlaufe des Gespräches zeigte sich, dass erstaunlicherweise gerade in staatlich regulierten Bereichen die Honorare zu niedrig sind. Bei uns Kameraleuten sind das die öffentlich-rechtlichen Sender, betroffen sind aber auch z.B. freie Lehrerinnen, die für öffentliche Bildungsträger tätig sind, oder Übersetzer, die etwa für Gerichte oder die Polizei dolmetschen. Bei den letzteren beiden Gruppen kommt eine heute schon existierende Altersvorsorgepflicht hinzu, so dass teilweise bis zu 60% des Einkommens für Kranken- und Rentenversicherung aufgewendet werden muss.

Die Höhe der Altersvorsorge-Aufwendungen muss wie bei Angestellten auch vom Einkommen abhängig sein. Darüber hinaus fordern wir, dass eine Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse als ausreichende Altersvorsorge angesehen wird.

 

  1. Anders als viele andere Selbstständigen-Verbände würden wir es begrüßen, wenn die Altersvorsorgepflicht, so sie denn kommt, für möglichst viele Selbstständige gilt und nicht nur für solche, die sich in der Zukunft erst selbstständig machen. Dies hilft zum einen, unfairen Wettbewerb zu verhindern – derzeit ist es ja ein Kostenvorteil, auf Altersvorsorge zu verzichten.

 

  1. Zum anderen, wichtiger, ist unsere Forderung, dass bei einer Altersvorsorgepflicht die bisherige Praxis der Statusfeststellungsverfahren entfallen und durch eine einfach zu handhabende, rechtssichere Positivliste ersetzt werden soll.

Unser Vorschlag lautet: Wer krankenversichert ist, fürs Alter vorsorgt und ein auskömmliches Honorar bezieht, gilt als Selbstständiger. Prüfen könnten das die Finanzämter unbürokratisch im Rahmen der Einkommensteuererklärung.

 

Insbesondere der dritte Punkt, die Problematik der Scheinselbstständigkeit und der damit verbundenen Statusfeststellungsverfahren, wurde auch eindringlich von den anderen Verbänden dargelegt.

 

Der zweite Termin an dem Tag war eine Veranstaltung des Bundesministeriums für Arbeit, eine Auftaktkonferenz zur Zukunft der Arbeit. Auch hier haben wir die erwähnten Punkte eingebracht.

 

Es sollen weitere Fachdialoge folgen, im April nächsten Jahres will das Arbeitsministerium einen Zwischenbericht und dann, nach weiteren Fachgesprächen, im September nächsten Jahres einen Abschlussbericht vorlegen. Wir werden dies weiter begleiten und hier die Standpunkte und Forderungen des BVFK einbringen.

 

Der BVFK auf der IBC in Amsterdam

Der BVFK hat die Einladung der Firma CANON kurzfristig angenommen, auf der IBC in Amsterdam Präsenz zu zeigen.

Der 1. Vorsitzende Frank Trautmann verbrachte einen informativen und für den Verband sehr erfolgreichen Samstagnachmittag.

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So wird die Firma CANON neues Fördermitglied werden – die Einzelheiten wurden besprochen und vielleicht gibt es am nächsten Sonntag auf der CINEC in München weitere Einzelheiten zu verkünden. Workshops mit einer umfangreichen Produktübersicht sind hier im Gespräch. Interessant dabei ist die CANON XF 705, aber auch die hochwertigen CANON-Objektive sind einer Begutachtung der BVFK-Mitglieder wert.

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CANON mit Arne Stadler

Die Firma Rosco wird ebenfalls einen Fördervertrag unterschreiben und zusätzlich als Sponsor für BVFK-Veranstaltungen zur Verfügung stehen. ROSCO wird Symposien über die neue preisgekrönte LED-Leuchte MIX mit dem BVFK durchführen.

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Mit dem Rosco-Team Steven Ramos und Matthias Bohnenpoll

Als 3. Partner hat der BVFK den SONY-Stand aufgesucht. Mit dem SONY-Coach und BVFK-Mitglied Ulrich Mors (MORSMEDIA ) wurden flächendeckende Workshops mit der SONY PXW-Z450 (SONY: „Der erste 4K-HDR-Schulter-Camcorder der Welt“) vereinbart. Ebenso wären Kurse und Präsentationen mit der SONY „Venice“ möglich – dazu aber erst mehr auf der CINEC.

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Mit SONY Coach Ulrich Mors

 

Weiter Informationen über Neuheiten in Kamera- und Lichttechnik auf der Cinec.

Karten für Mitglieder: frank.trautmann@bvfk.tv

Besucht den BVFK in Halle 2, Stand A27.

BVFK-Messebrunch am 23.09. um 11:30

 

Eintrittskarten für die Messen IBC und CINEC für BVFK-Mitglieder

dieser Tage läuft der Countdown zu zwei großen Branchenmessen, die in Kürze ihre Türen dem internationalen Fachpublikum öffnen werden und für die der BVFK begrenzte Kartenkontingente an Mitglieder zu vergeben hat:

Die Messe IBC International Broadcasting Convention Amsterdam ist eine internationale Messe für Funk, Film und Fernsehen findet vom 14. bis 18. September 2018 in Amsterdam statt. Als eine der einflussreichsten Veranstaltungen vereint sie Technologien und Geschäftsmodelle aller Formen der elektronischen Medien-Inhalte von rund 1.600 Ausstellern und umfasst die ganze Bandbreite der Medienerstellung, Verwaltung und Bereitstellung. Die Konferenz der IBC Messe Amsterdam präsentiert darüber hinaus den neuesten Stand der Technik in der Technologie und bietet eine Vielzahl an Vernetzungsmöglichkeiten sowie auch Wissens- und Erfahrungsaustausch. (Weitere Infos: https://show.ibc.org/)

Die CINEC München findet vom 22. – 24. September 2018 im Münchener MOC statt. Die Internationale Fachmesse für Cine Equipment und Technologie ist die größte Veranstaltung ihrer Art in Deutschland und zieht seit mehr als 20 Jahren Besucher aus aller Welt an. Fast die Hälfte der Aussteller kommt aus den USA, Großbritannien und weiteren Ländern, um aktuelle Entwicklungen und bewährtes Equipment zu präsentieren.

In alter Tradition wird auch der BVFK als einer wichtigsten Branchenverbände die ganze Zeit während der CINEC vor Ort sein. Unser Stand befindet sich dieses Jahr gemeinsam mit dem BVK und CAMERIMAGE in Halle 2, Stand A27. Wir freuen uns über regen Besuch dort! ( Weitere Infos: https://www.cinec.de/de/ )

Kartenanfragen zu beiden Messen werden bitte an den BVFK-Vorsitzenden, Herrn Frank Trautmann, unter der Mailadresse frank.trautmann@bvfk.tv mit Nennung der Mitgliedsnummer gerichtet. Für kurzfristige Kartenwünsche zur CINEC steht Frank Trautmann auch unter der Nummer 0151 1850 8691 zur Verfügung.  Bitte kommt zahlreich!

Qualifizierungen zum Teamkoordinator im „Doppelpack“

Gleich im „Doppelpack“ qualifizierte der BVFK diese Woche am 20. und 22. August 2018 in Frankfurt/Main und  Hamburg 19 neue Teamkoordinatoren/innen. Und diese zeigten sich mit der Qualität beider Veranstaltungen sehr zufrieden.  Das betraf sowohl das hohe fachliche Niveau wie auch die Atmosphäre insgesamt, die ein effektives konzentriertes Arbeiten ermöglichte. Wirklich überraschend war solch positive Resonanz jedoch nicht, schließlich konnte der BVFK bereits auf Erfahrungen aus der ersten sehr erfolgreichen Veranstaltung in Berlin zurückgreifen.

 

Inhaltlich und strukturell folgten beide Veranstaltungen dem bewährten Konzept. Nur die Ersthelferausbildung fand dieses Mal nicht im Kontext der Teamkoordinatoren-Ausbildung statt, sondern wird diesmal anderweitig organisiert.

Bei der Vermittlung des entsprechenden Know-Hows standen in Frankfurt und Hamburg folgende Punkte auf dem „Stundenplan“:

 

*              Weisungskette – Verantwortungen – Haftung

*              Kameraleute sind Teamkoordinatoren! Wann? Warum?

*              Aufgaben und Chancen des Teamkoordinators

*              Gesetzliche Grundlagen, Haftung, Berufsgenossenschaften

*              Die Gefährdungsbeurteilung: Wozu? Wie? Was? Wo? Wer?

*              Gefährdungsfaktoren

*              Individuelles Eingehen auf Dreherlebnisse, Beratung, Fragen

 

Mit den jetzigen Weiterbildungen hat der Bundesverband der Fernsehkameraleute abermals die Vorreiterrolle übernommen und einen weiteren Beitrag geleistet, um die klaffende Lücke zwischen bestehenden Richtlinien und fehlenden Qualifikationsstandards schließen zu helfen.

BVFK-Vorsitzender Frank Trautmann: „Ich kann nach wie vor jeder Kamerafrau und jedem Kameramann die Teilnahme nur dringend empfehlen. Auftraggeber sind bereits jetzt verpflichtet, eine geeignete Person am Set als Teamkoordinator zu benennen. Und nach unserer Weiterbildung haben die Kolleginnen und Kollegen die fachliche Qualifikation dafür. Sie erfüllen die gesetzlichen Grundlagen lt. DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung) und sind auch Ersthelfer nach DGUV Vorschrift 1 § 26. Es ist eine einmalige Chance das Berufsbild der Fernsehkameraleute auszufüllen und ein weiteres Merkmal selbstständigen Arbeitens zu erlangen.“

 

Der BVFK hatte lange mit Fachleuten daran gearbeitet, diese Qualifizierungs-Reihe auf die Beine zu stellen. Im Vorfeld wurde in Zusammenarbeit  mit einer Fachkraft für Arbeitssicherheit und den Verantwortlichen der BG ETEM & VBG akribisch ein „Befähigungsnachweis“ für Teamkoordinatoren nach BVFK-Standards entwickelt. Der Verband hatte bereits aktiv an der Erarbeitung der VBG-Richtlinien beratend mitgewirkt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und ist wohl der beste fachliche Beweis für den Erfolg: Die „Absolventen“ verfügen nach der Weiterbildung  über die erforderlichen Kernkompetenzen in  Arbeitsschutz, Sicherheitsschutz, Gesundheitsschutz und Gefährdungsbeurteilung. Darüber sind sie Ersthelfer/in nach DGUV Vorschrift 1 § 26.

Der BVFK hat einen eigenen auf Fernsehkameraleute abgestimmte Gefährdungsbeurteilungs-Bogen erstellt, der auf der Website des BVFK bereitsteht. Der Link dazu findet sich unter:

https://www.bvfk.tv/service/formulare

 

BVFK-Vorsitzender Frank Trautmann dazu noch einmal: „Die Schulung von Kameraleuten zu Teamkoordinatoren ist letztlich auch für die Auftraggeber nicht ohne Bedeutung. Schließlich erhalten sie darüber auch Rechtssicherheit bei der Beauftragung ihrer Teams.“

 

Und ganz am Ende profitieren ohnehin beide davon: Das große gemeinsame Ziel ist schließlich das Erreichen von mehr Arbeitssicherheit  und Gesundheitsschutz für alle Beteiligten.

 

Der BVFK wird über die nächsten Veranstaltungen zu dem Thema wie auch den Termin der separaten Ersthelferausbildung rechtzeitig informieren.

 

Ein großes Dankeschön geht an dieser Stelle noch einmal an das „Filmhaus Frankfurt“ in Frankfurt/Main und an den NDR in Hamburg für die hervorragende Gastfreundschaft.

BVFK- „Tage des Rechts“ in Hannover

Mit den „Tagen des Rechts“ am 17. und 18. August 2018 in Hannover gelang dem BVFK ein Veranstaltungshighlight der ganz besonderen Art. Bundesweit einmalig und nur in diesem Jahr hatte er damit den Teilnehmenden die Chance eingeräumt, an zwei Tagen komplex Fragen zu stellen, die nicht nur Kameraleute, sondern viele Berufsstände der Branche umtreiben – und – darauf an Ort und Stelle von angesehenen Experten Antworten zu erhalten.

 

Das Motto der Veranstaltung „Von Abhängiger Beschäftigung bis Statussicherheit bei Selbstständigen, KSK und Urheberrecht“ war breit angelegt und so boten diese beiden Tage jede Menge thematischen Raum für interessante Gespräche, Diskussionen, vor allem aber viele Fragen und Antworten, die allen auf den Nägeln brannten und brennen. Der BVFK konnte im Vorfeld angesehene Rechtsanwälte, die die unterschiedlichen Facetten der Arbeit bei Film und Fernsehen seit vielen Jahren bestens kennen, dafür gewinnen.

 

Der Freitag stand zum Auftakt ganz im Zeichen der Themen Medienrecht, Urheberrecht und Künstlersozialkasse. 26 Teilnehmende waren an diesem Tag nach Hannover gekommen. Die Stimmung war gut. Es gab jede Menge Fragen und viele gute, fundierte Antworten. Der Fachmann dazu, Herr RA Tobias Sommer, erläuterte kompetent und anschaulich die jeweiligen Problematiken und beantwortete ausführlich Fragen wie „Welche Rechte Dritter müssen Kameraleute beachten?“, „Was ändert sich durch das neue Datenschutzrecht?“, „Welche Ansprüche entstehen bei welcher Kameraarbeit?“, „Wie können Urheber- oder Leistungsschutzrechte der Kameraleute zur Verbesserung der Honorare beitragen?“ und nicht zuletzt „Was sind Vor- und Nachteile einer KSK-Mitgliedschaft?“ bzw. „Wer kann überhaupt in die KSK gehen?“.

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Am Samstag kamen dann als Experten die Herren RA Stephan Korb sowie RA Michael Meyer-Davies beim Thema Arbeits- bzw. Sozialrecht zu Wort. Mit 15 Teilnehmern waren es zwar einige weniger als am Vortag. Daraus ergab sich jedoch dafür umso mehr Raum für Diskussionen und Fragen. Inhaltlich stand der Samstag dem Freitag in nichts nach. Die hochinteressanten Ausführungen der Referenten fanden vor allem beim ‚Beschäftigungsstatus‘ ihren Höhepunkt. Dies wurde vormittags aus arbeitsrechtlicher Sicht mit dem Schwerpunkt ‚abhängige Beschäftigung‘ und nachmittags aus sozialrechtlicher Sicht mit Schwerpunkt ‚Selbstständigkeit‘ erörtert. Die Diskussion erfolgte anhand der BVFK-Strategien. Dafür wurden die Honorarstandards und die Standpunkte zum Sozialstatus hinzugezogen. In dem Zusammenhang erwähnten beide Rechtsanwälte auch die Tariffähigkeit des BVFK ausdrücklich.

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Zum Abschluss skizzierte BVFK-Vorsitzender Frank Trautmann in einem 30 min. Exkurs noch einmal die Themen Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sowie die Kooperation des BVFK mit den Berufsgenossenschaften. Den Schwerpunkt stellten hier natürlich die Qualifizierung von Teamkoordinatoren und die Veranstaltungen dazu am 20. August in Frankfurt/Main und am 22. August in Hamburg dar.

 

Wie immer, wenn es besonders spannend ist, gingen diese beiden Tage im Kultur- und Veranstaltungszentrum Raschplatz Pavillon schnell zu Ende. Die insgesamt 41 Anwesenden, die den Weg nach Hannover gefunden hatten, waren sich am Ende einig: Mit diesen „Tagen des Rechts“ hat der BVFK ein ganz besonderes Zeichen als Sommerhighlight gesetzt.

Der Bundesverband der Fernsehkameraleute wird mit den betreffenden Rechtsexperten weiter in Kontakt bleiben zu allen Problemen, die im Arbeitsumfeld von Medienschaffenden relevant sind.

(Fotos: Brigitte M. Trautmann / Peter W. Krüger)